Rückblick: 2015

Verleihung der IRIS 2015

Die drittmalige Verleihung der IRIS fand am Montag, 22. Juni 2015 in Graz im Seiermarkhof, Krottendorferstraße 81, ab 19 Uhr im feierlichen Steiermarksaal statt.

Streitkräfte Führungskommando des ö Bundesheeres

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Fotocredit © Christine Kipper

In der Kategorie „öffentliche Verwaltung“ ging die IRIS 2015 an das Streitkräfte Führungskommando Graz des Österreichischen Bundesheers in ihrem Verständnis als friedensstiftende Institution. Ausgezeichnet wurden das vorbildliche Vorgehen und die sichtbaren Erfolge in der Personalentwicklung durch den seit 2009 systematischen Einsatz von Personalcoaching, Mediation und Teamentwicklung in der Führungsverhaltensausbildung. Durch Stärkung der fachlichen, methodischen sowie sozialen Kompetenz werden Konflikte rasch und effizient bereinigt sowie hierarchisch strukturierte „Organisationselemente“ hochwirksam zu einem Team zusammengeführt. Für die erfolgreiche Etablierung zeichnet Brigardier Mag. Friedrich Steiner und sein Projektteam.


Medizinische Universität Wien

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Fotocredit © Christine Kipper

In der Kategorie „Non-Profit-Organisation“ wurde die Medizinische Universität Wien als erste österreichische Universität für ihr Projekt „Konflikt als Chance“ ausgezeichnet. Getreu dem Motto: Verbessert sich die Konfliktkultur, verbessert sich auch die Organisationskultur, werden ausgebildete IKBs (interne KonfliktberaterInnen) für das frühzeitige Abfangen von Alltagsstreitigkeiten eingesetzt, Vertraulichkeit und Allparteilichkeit sind dabei selbstverständlich. Diese Initiative „Zusammenarbeits- und Konfliktkultur“ lebt vom Engagement der internen Kommunikations- und KonfliktberaterInnen. Es stehen an Organisationseinheiten der MedUni Wien für die 3.000 MitarbeiterInnen 31 ausgebildete interne KonfliktberaterInnen zur Verfügung und ihre Unterstützung wird auch tatsächlich in Anspruch genommen. Das Projekt mit der Konfliktmanagement-strategie, die Zusammenarbeits- und Konfliktkultur zu verbessern, entstand 2012 auf Initiative von Karin Gutièrrez-Lobos, Vizerektorin für Lehre, Gender und Diversity.


Caritas der Diözese Feldkirch

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Fotocredit © Christine Kipper

In der Kategorie „Non-Profit-Organisation“ wurde die Caritas der Diözese Feldkirch aus Vorarlberg für die Etablierung einen Deeskalationsmanagements sowie der Verankerung einer dialogischen Organisationskultur ausgezeichnet. Gewaltfreier Widerstand in der Organisation ist ein Schlüssel zur konstruktiven und proaktiven Bewältigung von Konflikten – sowohl in der Klientenarbeit als auch zwischen den MitarbeiterInnen. Das Projekt beruht auf einer Initiative der Fachbereichsleitung der Flüchtlings- und Migrantenhilfe, Martin Fellacher, MA DAS. Beim ausgezeichneten Projekt geht es um “partizipative Dialogkultur“, hier werden die MitarbeiterInnen an der Entwicklung der Organisation in Bezug auf Beteiligung und Verbesserung der Kommunikation und Kooperation involviert. MitarbeiterInnen werden in ein professionelles Deeskalations-Management geschult.


 

Wozabal Management GmbH

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Fotocredit © Christine Kipper

Die Wozabal Management GmbH aus Linz wurde in der Kategorie „Profit-Unternehmen“ für ihre Ausbildung von Vertrauenspersonen und die Einrichtung einer übergreifenden Konfliktkommission ausgezeichnet. Beim Abbau konfliktärer Spannungen und einem wertschätzenden Umgang miteinander geht es um kommunikative, integrations-fördernde, die Teameinheiten stärkenden Maßnahmen, gerichtet auf die Erreichung einer möglichst hohen Zufriedenheit unter den Mitarbeitenden und auf ein produktives Arbeitsklima. Mit den Vertrauenspersonen aus möglichst allen Organisationseinheiten wird das Angebot gelegt, unbürokratisch und an der betrieblichen Hierarchie vorbei eine hauseigene Konfliktberatung in Anspruch nehmen zu können. Die überbetriebliche Konfliktkommission unterstützt ihrerseits die Vertrauenspersonen in der Form des Erfahrungsaustausches und der Weiterbildung, offeriert aber außer-dem auf Wunsch externe Mediationen.